BGM - wirtschaftlich & sozialethisch

Generell gilt:

"Jeder Euro, der in präventive Maßnahmen in Unternehmen investiert wird, zahlt sich 5 bis 16 fach aus, in Abhängigkeit von Dauer und Umfang der Maßnahmen. Die Summe der Einsparungen setzt sich zusammen aus Kostenreduktion durch Verringerung von Abwesenheit und Krankheit. Die Arbeitsunfähigkeitstage können, laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), durch Prävention um 30% bis 40% reduziert werden."

(Quelle: SBK, Gerner 2011)


Die Wirksamkeit des BGM ist durch  Wirtschafts- und Wissenschaftsinstitutionen inzwischen sehr gut dokumentiert und erwiesen. Eine Studie von Roland Berger hat ergeben, dass durch BGM, bzw. Gesundheitsförderung, die Fehlzeiten bis zu 40% reduziert werden. (Quelle: www.rolandberger.de)


Neben erheblicher Personalausgaben, die in einem Unternehmen durch Absentismus entstehen, ist der Kostenanteil, der durch Präsentismus verursacht wird, erheblich. Dazu gehören z.B. Umsatzausfall, Störungen der Arbeitsabläufe und Planungen, Kosten für die Einarbeitung, Verlust von Erfahrung und Kompetenz, Qualitätseinbußen und Produktionsverzug.


Beispiel Kostenrechnung Fehlzeiten

(abgeleitet von A. Hoffmann, Angewandte Arbeitswissenschaft)


Annahme:

Arbeitstage (AT)/Jahr:                                         220 AT

Anzahl der Beschäftigten (BS):                           100 BS

Kosten Personal usw/BS/T:                                  400  €

Fehlzeiten %:                                                         4,5 %

Personalausgaben für Fehlzeiten/Jahr:     396.000,00 €


Beispiel Rechnung:

220 AT x 100 BS = 22.000 AT gesamt

22.000 AT gesamt x 400 €/BS/T = 8.800.000 € gesamt

4,5 % von 8.800.000 = 369.000,00 €


Das Kostenverhältnis von Absentismus (Fehlzeit bei Krankheit) zu Präsentismus (Anwesenheit und Arbeit trotz Krankkeit) ist branchenabhängig. Krankenkassen und wissenschaftliche Studien gehen von einem 1:3 Ratio aus. Das bedeutet, dass die gesamten krankheitsbezogenen Kosten eines Unternehmens aus den Kosten des Absentismus und den Kosten des Präsentismus zu ermitteln sind.


Fazit:

Bei der Senkung der Fehlzeiten um 1 % verringern sich die Personalkosten für die Abwesenheit der Beschäftigten um

€ 88.000,00 pro Jahr in diesem Beispiel.

Folgt man den Angaben der Krankenkassen und ermittelt die Kosten von Präsentismus (hypothetisch) 1:3 Ratio, dann ergibt sich: € 369.000,00 Kosten Abwesenheit x 3 = € 1.107.000 Kosten der Anwesenheit.

Kosten allgemein

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) lagen die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle im Jahr 2013, aufgrund des Arbeitsunfähigkeitsvolumens, bei circa 59 Milliarden Euro.


Damit Gesundheit zu einem alltäglichen Bestandteil der Arbeit wird, benötigt Ihr Unternehmen die aktive Teilnahme aller Beschäftigten an gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen.

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